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Welche Möglichkeiten gibt es für den Verbraucher?
Starke Zunahme giftiger Bedarfsgüter festgestellt
Der alarmierende Rückruf von 18 Millionen Mattel-Spielzeugen, weltweit, beunruhigt Eltern.
Bereits das zweite Mal innerhalb von vierzehn Tagen sind Kinderspielzeuge wegen Sicherheitsproblemen zurückgerufen worden. Darunter auch welche in Deutschland. Laut US-Verbraucherschutzbehörde und Mattel sind unter anderem ca. 436 000 "Cars Sarge"-Spielzeugautos aus der Pixar-Reihe bei denen der Autolack giftiges Blei enthalten könne, betroffen. 4000 davon in Deutschland.
Außerdem sind rund eine Million Magnetspielzeuge in Deutschland betroffen. Beispielsweise Polly Pocket, Doggie Day Care und die Barbie-Puppe vom Typ Tanner. Alle bemängelten Produkte sollen in China gefertigt worden sein. Erst Anfang August hatte Mattel weltweit etwa 1,5 Millionen Spielzeuge eines ebenfalls chinesischen Lieferanten zurückgerufen.
Dabei ist die Produktion aus dem Reich der Mitte nicht mehr abzuziehen. Mattel ist nicht die einzige Firma, die in China produzieren lässt: 70 bis 80 Prozent aller in Deutschland verkauften Spielzeuge werden in China hergestellt.
Unbedingt Gütezeichen beim Kauf beachten
Verlässliches Gütezeichen beim Kauf von Produkten ist das GS-Zeichen. GS bedeutet geprüfte Sicherheit. Der Hersteller hat das Produkt einer freiwilligen Sicherheitsprüfung bei einer unabhängigen Prüfanstalt wie zum Beispiel dem TÜV unterzogen. Laut Stiftung Warentest soll beim Kauf von Spielwaren darauf geachtet werden, ob sich ein stechender Geruch bemerkbar mache. Dieser könne auf schädliche Rückstände hindeuten. Das europäische CE-Zertifikat, das alle importierten Spielwaren tragen, hingegen täuscht.
Was die wenigsten Verbraucher wissen: Der Hersteller klebt das Zeichen selbst auf sein Produkt - wenn er glaubt oder glauben machen will, dass alle Vorschriften eingehalten wurden. Die EU will das nationale Siegel abschaffen lassen, um europaweite Einheitlichkeit zu garantieren.
Wo bleibt die Sicherheit für Kinder?
Allein 2006 hat die EU mehr als 900 verschiedene Spielzeuge, Kosmetikartikel und Elektronikwaren aus dem Verkehr gezogen. Tendenz steigend. In der aktuellsten Aufstellung stammen über die Hälfte der 43 Artikel aus der Volksrepublik. Eine effektive Kontrolle der Importmassen scheint angesichts der Abermillionen chinesischer Waren, die nach Europa kommen, fast unmöglich. Allerdings soll jetzt, angesichts der neuesten Vorfälle, der Konsumentenschutz verbessert werden. Zudem ist die gesamte Spielzeugbranche aufgefordert, Ideen für eine bessere Gewährleistung der Sicherheit von Kindern zu entwickeln.
geschrieben am 01.08.2007 um 23:00 Uhr.